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Glossar der Elektromobilität

Beim Elektroauto ist Laden ein bisschen wie beim Handy: Zu Hause an die eigene Wallbox, unterwegs mit einem „Vertrag“. Diese Begriffe helfen Ihnen durch den Ladealltag.

Ad-hoc-Laden
Sie können an jeder öffentlichen Säule auch ganz ohne Vertrag laden – spontan per Kreditkarte, EC-Karte oder QR-Code. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und praktisch für Notfälle, aber meist der teuerste Weg. Für den Alltag lohnt sich fast immer ein passender EMP-Tarif.
AutoCharge
Ein Vorläufer von Plug & Charge: Die Säule erkennt Ihr Auto beim Einstecken automatisch an einer festen Fahrzeug-Kennung und startet den Ladevorgang, ohne dass Sie Karte oder App brauchen. Einmal beim Anbieter eingerichtet, lädt es danach von selbst. Technisch einfacher, aber weniger fälschungssicher als das zertifikatsbasierte Plug & Charge.
CPO
„Charge Point Operator“ ist die Firma, der die Ladesäule gehört und die den Strom vor Ort liefert – zum Beispiel EnBW, Aral pulse oder IONITY. Der CPO ist wie der Betreiber einer Tankstelle: Er stellt die Säule hin, wartet sie und legt einen Grundpreis fest.
EMP
„E-Mobility Provider“ (auch MSP genannt) ist die Firma, bei der Sie einen Ladevertrag haben und die Ihnen die Ladekarte oder App gibt. Damit zahlen Sie an vielen verschiedenen Säulen – auch an solchen, die anderen Firmen gehören, per Roaming. Der EMP ist wie Ihr Mobilfunkanbieter, mit dem Sie überall telefonieren, egal wem der Funkmast gehört.
EVSE-ID
Jeder einzelne Ladepunkt hat eine weltweit eindeutige Nummer (Electric Vehicle Supply Equipment), z. B. DE*ABC*E123456. Sie steht an der Säule und auf Ihrer Ladequittung und identifiziert exakt den genutzten Anschluss – praktisch bei Störungsmeldungen oder zur Kontrolle der eichrechtskonformen Abrechnung.
HPC
Schnellladen mit sehr hoher Leistung, meist ab 150 kW bis über 350 kW (Gleichstrom/DC). An solchen Säulen lädt ein passendes Auto in wenigen Minuten für Hunderte Kilometer nach – typisch für Autobahn-Ladestopps auf der Langstrecke.
Ladepark
Ein Standort, an dem gleich mehrere (oft viele) Ladepunkte gebündelt sind – häufig überdacht, mit Bezahlterminal und HPC-Ladern. Der Ladepark ist gewissermaßen die Tankstelle des Elektrozeitalters: Auch bei Andrang ist meist ein Platz frei.
Plug & Charge
Der bequemste Fall (Standard ISO 15118): Sie stecken nur das Kabel ein, das Auto meldet sich per Zertifikat selbst bei der Säule an, der Ladevorgang startet und wird automatisch über Ihren Vertrag abgerechnet – keine Karte, keine App, kein Suchen. Nicht jedes Auto und jede Säule kann das schon, aber es wird immer häufiger.
RFID-Ladekarte
Die klassische Ladekarte (oder ein Schlüsselanhänger) mit Funkchip: Sie halten sie kurz an das Lesefeld der Säule, diese erkennt Ihren Vertrag und gibt den Ladevorgang frei. Bekommen Sie von Ihrem EMP; funktioniert per Roaming an fast allen öffentlichen Säulen – auch ohne Handyempfang.
Roaming
Genau wie das Handy-Roaming im Ausland: Mit der Ladekarte Ihres EMP laden Sie auch an Säulen fremder Betreiber. Im Hintergrund rechnen die Firmen untereinander ab (über Plattformen wie Hubject/intercharge). Für Sie heißt das: eine Karte, tausende Säulen – Sie müssen nicht bei jedem Betreiber einzeln Kunde werden.
Wallbox
Eine fest installierte Ladestation für Garage, Carport oder Firmenparkplatz, meist mit 11 oder 22 kW Wechselstrom (AC). Sie lädt deutlich schneller und sicherer als eine normale Haushaltssteckdose und ist für die meisten Fahrer der günstigste Weg, über Nacht „vollzutanken“.
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